Staatssekretär Plötner besucht Forschungsprojekte der UniBw M
5 März 2026
Die Universität der Bundeswehr München begrüßte Jens Plötner, Staatssekretär für Rüstung, Innovation und Cyber im Bundesministerium der Verteidigung, zu einem Arbeitsbesuch auf dem Campus in Neubiberg. Im Mittelpunkt standen aktuelle Forschungsprojekte mit unmittelbarer Relevanz für die Bundeswehr sowie der Beitrag der Universität zum Innovationsökosystem des Bundesministeriums der Verteidigung.
Forschung zu Beschaffung und Innovation
Zum Auftakt erhielt der Staatssekretär im Rahmen einer Postersession im Senatssaal Einblicke in ausgewählte Forschungsvorhaben zur Zukunft der (Rüstungs-)Beschaffung. Prof. Eva-Maria Kern, Präsidentin der UniBw M, Prof. Geralt Siebert, Vizepräsident für Forschung, Innovation und nachhaltige Entwicklung, sowie Prof. Michael Eßig stellten gemeinsam mit wissenschaftlichen Mitarbeitenden aktuelle Projekte vor. Diskutiert wurden unter anderem Ansätze zur Beschleunigung und Effizienzsteigerung von Beschaffungsprozessen sowie innovative Konzepte für resiliente Lieferketten. Im anschließenden Gespräch mit der Präsidentin wurde auch die Rolle der Universität im Forschungs- und Innovationsökosystem des Bundesministeriums der Verteidigung vertieft. Dabei standen insbesondere Beiträge der UniBw M zum Innovationszentrum der Bundeswehr (InnoZBw) im Fokus.
Satellitenkommunikation für zukünftige Weltraumarchitekturen
Ein weiterer Schwerpunkt des Besuchs war das dtec.bw-Projekt SeRANIS (Secure, Resilient and Agile Satellite Communication Systems). Auf dem Antennenfeld präsentierten Prof. Andreas Knopp und sein Team Schlüsseltechnologien für künftige satellitengestützte Kommunikationssysteme der Bundeswehr. In Live-Demonstrationen wurden Forschungsarbeiten zur sicheren Satellitenkommunikation gezeigt, darunter Lösungen zur geschützten Übertragung sensibler Daten mit sehr kleinen Endgeräten. Zudem erläuterte das Team Beiträge der UniBw M zu den Entwicklungsstufen von SATCOMBw sowie Forschungsaktivitäten im Bereich satellitengestützter Aufklärung.

Prof. Thomas Braml (links) erläutert im KRITIS-Labor Forschungsarbeiten zu zerstörungsfreien Prüfverfahren und zum Schutz kritischer Infrastruktur. (© UniBw M/Krafczyk)
Forschung für resiliente kritische Infrastruktur
Im KI-Labor stand schließlich das Themenfeld kritische Infrastruktur im Mittelpunkt. Prof. Thomas Braml und sein Team demonstrierten zerstörungsfreie Prüfverfahren im Bauwesen sowie Methoden zur Bewertung ziviler Brücken hinsichtlich ihrer militärischen Nutzbarkeit. Darüber hinaus wurden neuartige Sensorsysteme im Kontext digitaler Zwillinge und innovative Bauweisen für den baulichen Schutz vorgestellt. Die Demonstrationen zeigten, wie ingenieurwissenschaftliche Forschung zur Resilienz und Einsatzfähigkeit kritischer Infrastruktur beitragen kann.
Titelbild: Staatssekretär Jens Plötner (Mitte) zusammen mit UniBw M Präsidentin Prof. Eva-Maria Kern und Vizepräsident Prof. Geralt Siebert (© UniBw M/Krafczyk)