Gruppenbild bei DGfE Kongress

Brüche als Chance – Münchner Unis richten 30. DGfE-Kongress aus

25 März 2026

Brüche treten im eigenen Leben und im gesellschaftlichen Umfeld als plötzliche Veränderungen auf, bedingt durch gesellschaftliche, politische, technische Entwicklungen. Mit dem Thema „Brüche“ beschäftigte sich der 30. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaften (DGfE), der von 22. bis 25. März an der LMU stattfand.

An der Eröffnungsveranstaltung am 22. März 2026 in der Großen Aula der LMU nahmen die Leitungen aller drei gastgebenden Münchner Universitäten, der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), der Technischen Universität München (TUM) und der Universität der Bundeswehr München (UniBw M) teil.

Veränderung schafft Raum für Innovation

Für die LMU hieß Vizepräsident Prof. Jochen Kuhn die rund 1600 Kongressteilnehmenden in seinem Haus willkommen. Die Präsidentin der UniBw M Prof. Eva-Maria Kern betonte in ihrem Grußwort, wie gut das gewählte Kongressthema „Brüche“ in die heutige Zeit passe. Gerade die aktuellen geopolitischen Entwicklungen stellten viele Gewissheiten in Frage und erforderten – oft gezwungenermaßen – Veränderungen. Sie ermutigte dazu, Brüche und Veränderungen als Chance zu begreifen: „Brüche öffnen Räume für Innovation und Gestaltung.“ Bezogen auf den Forschungsschwerpunkt der UniBw M „Sicherheit und Resilienz in Technik und Gesellschaft“ betonte sie die Bedeutung von Bildung als zentraler Ressource für Resilienz. Bildung sei in Zeiten von Umbrüchen unabdingbare Voraussetzung für einen konstruktiven Umgang mit den Veränderungen.


UniBw-Präsidentin Prof. Kern beim Vortrag am Kongress der DGfE

Die Präsidentin der UniBw M Prof. Eva-Maria Kern bei ihrem Grußwort zum Kongressauftakt (© P. Pushparajah).


Wert der Bildung in Zeiten des Umbruchs

Prof. Gerhard Müller, Vizepräsident für Studium und Lehre an der TUM, betonte ebenfalls den Wert der Bildung, gerade in einem rohstoffarmen Land wie Deutschland: „Unser Reichtum liegt im Geist. Diesen müssen wir zur Entfaltung bringen.“ Er begrüßte das Kongressthema und betonte, das Bildungssystem müsse sich verändern, um auf die neuen Herausforderungen, u.a. die technologischen Brüche, zu reagieren. Dr. Michael Mihatsch vom Bayerischen Wissenschaftsministerium griff diesen Punkt auf und bekannte, dass die Lehrkräftebildung aktuell noch nicht den Stellenwert habe, den sie verdiene.


Auditorium beim DGfE-KongressDie insgesamt 1.600 Teilnehmenden am 3-tägigen DGfE-Kongress illustrieren das große Interesse am Thema "Brüche"  (© V. Eisenlauer).


Facettenreiches Programm

Über die im Rahmen der Eröffnung angesprochenen Themen wurde in den kommenden drei Tagen auf dem Kongress ausführlich debattiert. Der Vorstand der DGfE Prof. Michael Schemmann war begeistert von der Quantität und Qualität der Einreichungen für den 30. Kongress. Insgesamt 843 Vorschläge für Kongressbeiträge hatten die DGfE erreicht, es musste im Vorfeld hart ausgewählt werden. Umso höher war die Qualität der Sessions, Vorträge und Posterausstellungen. Auch Prof. Manuela Pietraß, Veranstalterin auf Seiten der UniBw M, zeigte sich nach den drei Kongresstagen mehr als zufrieden: „Das Thema 'Brüche' ist für die Bildungswissenschaften zentral – schließlich stellt auch Lernen immer einen Bruch, einen Neuanfang, dar. Dieses Kongressthema hat ein facettenreiches Programm ermöglicht, das sehr gut und sehr intensiv von den Teilnehmenden angenommen wurde.“

 


Titelbild: Vertreter der gastgebenden Universitäten, des Wissenschaftsministeriums und der DGfE sowie das lokale Organisationsteam am Eröffnungstag des 30. DGfE-Kongresses (© V. Eisenlauer).