Karriere, Vorbilder und Vereinbarkeit: Inspirierende Frauen im Gespräch

12 März 2026

Anlässlich des Internationalen Weltfrauentags lud die zivile Gleichstellungsstelle der Universität der Bundeswehr München (UniBw M) am 10. März 2026 erneut zu dem Campusspaziergang „Women on Campus“ ein. Bei einem gemeinsamen Rundgang über den Campus kamen über 30 Teilnehmende mit drei inspirierenden Frauen aus den Bereichen studium plus, Sportbiologie und Wirtschafts- und Organisationspsychologie ins Gespräch.

Die Veranstaltung hat gezeigt, wie vielfältig die Karrierewege von Frauen an der UniBw M sind. Gleichzeitig konnten sich alle Teilnehmenden austauschen und vernetzen.

Begrüßung und Blick auf den „Matilda-Effekt“

Zum Einstieg hat Pamela Koch, die zivile Gleichstellungsbeauftragte, alle im Foyer der Bibliothek begrüßt. Dort wird noch bis Pfingsten eine Ausstellung über den "Matilda-Effekt" in Wissenschaft, Kunst und Kultur gezeigt. Dieser Begriff beschreibt ein Phänomen aus der Wissenschaftsgeschichte: Oft wurden die Leistungen von Wissenschaftlerinnen ihren männlichen Kollegen zugeschrieben oder weniger anerkannt als vergleichbare Beiträge von Männern. Koch nahm den Matilda-Effekt zum Anlass und sprach über die Sichtbarkeit von Frauen – nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch im Uni-Alltag.


Die zivile Gleichstellungsbeauftragte steht im Freien und spricht zu Menschen.

Der zivilen Gleichstellungsbeauftragten Pamela Koch ist es ein großes Anliegen, Frauen auch im Uni-Alltag sichtbar zu machen  (© Universität der Bundeswehr München/Saborowski)


Einblicke in Karrierewege und persönliche Vorbilder

An mehreren Stationen auf dem Campus stellten sich im Anschluss Wissenschaftlerinnen mit ihrem beruflichen Alltag und ihren Werdegängen vor. Außerdem berichteten sie der Gruppe, welche Frauen sie geprägt haben.

Prof. Annette Schmidt, Professorin für Sportbiologie und Oberstleutnant der Reserve, hat ganz offen über ihre Karrierestationen und die persönliche Vereinbarkeit von Familie und Karriere berichtet. Als Mutter von vier Kindern hat sie früh gelernt, dass Organisation das A und O ist. Sie und ihr Mann haben klare Absprachen getroffen, was die Versorgung der Kinder und die Care-Arbeit betrifft. Diese gegenseitige Unterstützung hat es beiden ermöglicht, sich beruflich weiterzuentwickeln, ohne dass sie oder ihr Mann zurückstecken mussten.


Prof Annette Schmidt steht vor einer großen Gruppe an Menschen, die in einem Halbkreis vor ihr stehen und redet.

Prof. Annette Schmidt empfängt die Gruppe vor der Sporthalle und spricht über die Vereinbarkeit von Familie und Karriere (© Universität der Bundeswehr München/Saborowski)


Dr. Felicitas Meifert-Menhard, seit 2025 Leiterin des Zentralinstituts studium plus, erzählte den Teilnehmenden von ihrem beruflichen Werdegang. Besonders prägend sei für sie ihre Zeit an einem Frauen-College in den USA gewesen. Dort hat sie erlebt, wie wichtig gegenseitige Förderung und ein unterstützendes Umfeld für Frauen in der Wissenschaft sein können.


Dr Felicitas Meifert Menhard steht mit dem Rücken zum studium plus Gebäude und vor ihr stehen die Teilnehmenden des Campusrundganges.

Dr. Felicitas Meifert-Menhard spricht vor dem Zentralinstitut studium plus über ihre Rolle als Frau in einer Führungsposition (© Universität der Bundeswehr München/Saborowski)


Die dritte Frau in der Runde war die Dekanin der Fakultät für Betriebswirtschaft, Prof. Julia Reif. Die Wirtschafts- und Organisationspsychologin teilte persönliche Einblicke aus ihrem Werdegang: Sie stamme aus einer nicht-akademischen Familie und ihre große Schwester war die Erste, die zunächst auf ein Gymnasium und anschließend an eine Universität gegangen sei. Ihre Schwester sei ihr großes Vorbild und hat sie ermutigt, ein Studium zu absolvieren. Diese Unterstützung hat dazu beigetragen, dass Prof. Reif ihren akademischen Weg eingeschlagen hat.


Im Vordergrund sind zwei Hinterköpfe zu sehen. Durch die Lücke zwischen den Köpfen sieht man Prof Julia Reif und Kornelia Reischl von der zivilen Gleichstellungsstelle.

Prof. Julia Reif (r.) beantwortet eine Reihe von Fragen von Kornelia Reischl (l.) aus der zivilen Gleichstellungsstelle über ihre Karriere und ihren akademischen Werdegang (© Universität der Bundeswehr München/Saborowski)


Austausch und Vernetzung

Der Rundgang über den Campus bot nicht nur spannende Einblicke in verschiedene Arbeitsbereiche und individuelle Karrierewege, sondern auch viele Gelegenheiten für Fragen und persönliche Gespräche. Die Teilnehmenden nutzten die Möglichkeit, sich untereinander und bereichsübergreifend auszutauschen und zu vernetzen.


Titelbild: Über 30 Angehörige der UniBw M nehmen am diesjährigen „Women on Campus“-Spaziergang teil (© Universität der Bundeswehr München/Saborowski)