Am 14. und 15. Juli 2026 traf sich das SPARTAQUS-Konsortium im Rahmen der CODE Jahrestagung 2026 an der Universität der Bundeswehr München zu einem gemeinsamen Projekttreffen mit Vertreterinnen und …
SPARTAQUS adressiert den dringenden Bedarf an Post-Quanten-Kryptographie (PQC), die nicht nur krypto-agil ist, sondern auch zuverlässig gegen physische Angriffe abgesichert werden kann und damit höchsten Sicherheitsanforderungen, etwa in Smartcard-nahen oder militärischen Anwendungen, gerecht wird. Im Fokus stehen insbesondere Bedrohungen durch Seitenkanal- und Fehlerinjektions-Angriffe. Ziel des Projekts ist die Entwicklung, Implementierung und Evaluierung wiederverwendbarer kryptographischer Hardware-Bausteine für Key-Encapsulation-Mechanismen (KEMs). Hierzu werden die Verfahren ML-KEM, FrodoKEM und HQC betrachtet, die unterschiedliche mathematische Grundlagen und algorithmische Strukturen repräsentieren und sich somit ideal zur Analyse gemeinsamer Schwachstellen und geeigneter Gegenmaßnahmen eignen. Zentrale Operationen wie Sampler, Ciphertext-Vergleiche und arithmetische Kerne werden identifiziert und als robuste, seitenkanalresistente sowie fehlertolerante Module umgesetzt. Die Validierung erfolgt auf einer FPGA-basierten Testplattform unter Einsatz moderner SCA- und Fehlerinjektions-Methoden. Das Projekt vereint die komplementären Stärken von der Universität der Bundewehr München (UniBw M) in der sicheren Hardwareentwicklung und innovativen Maskierungstechniken mit der Expertise von eShard in der Angriffsanalyse und experimentellen Validierung.


